Die Zugspitze (DL/WS-001) ist einer der beliebtesten Gipfel für SOTA-Aktivierungen in den deutschen Alpen.

Viele kommerzielle Funkdienste nutzen den höchsten Berg Deutschlands, auch mehrere Amateurfunk-Relaisstationen sind dort untergebracht.
Dabei wurde schon vor über 100 Jahren von der Zugspitze Funkbetrieb gemacht. In der Ausstellung im Museum des Deutschen Alpenvereins e.V. in München gibt es einen Bericht über Funkversuche, die Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Zugspitze durchgeführt wurden. Damals gab es bereits die Wetterwarte auf dem Gipfel, aber noch keine Bahn hinauf. Die Telefonleitung ins Tal war häufig unterbrochen.

Über die Ergebnisse der Versuche ist nichts bekannt. Auf der Webseite des Deutschen Wetterdienstes wird berichtet, dass ab 1910 auf der  Wetterwarte eine Telegraphiestation als Ergänzung der Telefonverbindung betrieben wurden.

 

GRUSS WON EIBSEE AN FUNKENSTATION ZUG..SPITZE

Das Bild zeigt die Originalstreifen der Morsezeichen, die 1901 auf der Zugspitze empfangen wurden.

4x5 Element Antenne für 70cm

Mit dieser Antenne wurden 1984 die ersten eigenen Funkversuche auf der Zugspitze vorgenommen. Im Rahmen des Bayerischen Bergtages konnten mit einer Sendeleistung von 1,5 Watt PEP Entfernungen bis zu 360 km (in SSB im 70 cm-Band) überbrückt werden.

 

Auch wenn relativ häufig SOTA-Betrieb von der Zugspitze gemacht wird, so hat der Amateurfunkbetrieb von dort doch seine Tücken: Auf UKW herrscht ein starker Störnebel durch die vielen Funkdienste, sodass einfache Empfänger leicht übersteuert werden. Außerdem befindet man sich manchmal über einer Inversionsschicht, sodass die DX-Ausbreitung überraschend schlecht ist. Für den Aufbau größerer Kurzwellenantennen ist nicht viel Platz vorhanden. Vor allem an schönen Tagen muss man auch damit rechnen, dass sehr viele Besucher auf dem Gipfel und der Besucherplattform sind.

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